Dienstag, 9. August 2011

Was ich entdeckt habe

Meine Familie war hier in Deutschland. Sie kammen um mich zu besuchen, aber auch um Deutschland (und Europa) für das erste Mal kennenzulernen. Sie waren hier nur zwei Wochen und obwohl das ist gar nicht genug Zeit damit man seine Mutter genießen kann, es war genug Zeit, um einige Sachen zu entdecken.

Ich habe entdeckt, dass ich meine Mutter (mehr als gedacht!!) vermisse.


Ich habe entdeckt, dass mit meiner Schwester (immer noch meine kranke Schwester) ich viel Spaß haben kann.



Ich habe entdeckt, dass Mariano in Autos verliebt ist (wie meine Schwester und wie Honey). Aber nicht nur in Autos - in sehr teuere Autos!




















Ich habe entdeckt, dass Sommer in Deutschland ein Märchen ist. Meine Mutter kann immer noch nicht verstehen, wie ich leben kann, in ein Land wo "Sommer" bedeutet Regen und kaltes Wetter. Es war trotzdem eine gute Erfahrung... aber das nächste Mal, wäre es gut, wenn meine Mutter richtige "Winter" Kleidung für "Sommer" mitbringt. 






Ich habe entdeckt, dass gutes Essen macht man glücklich.




Ich habe entdeckt, dass man überall viel Spaß haben kann. Wirklich, überall!












Ich habe entdeckt, dass man muss schlafen. Irgendwo, irgendwie, irgendwann...





Ich habe entdeckt, dass obwohl ich in Deutschland sehr zufrieden bin, ich vermisse meine Familie sehr viel. Aber ich habe auch entdeckt, dass meine Familie *ein bisschen* in Deutschland verliebt ist - das bedeutet, dass sie wieder zurück kommen werden.  Ich kann nur hoffen, dass es bald ist.

Freitag, 15. Juli 2011

Mein Finger ist verletzt

Ich habe mich dem Finger verletzt. Als ich mein Kuchen machte, ich habe keine Ahnung wie, oder womit, aber plötzlich hatte ich Schmerzen und ein bisschen Blut. Ich war so unzufrieden und unglücklich und auch wütend... Weißt du warum? Weil es ist das erste Mal, dass ich allein meinem Geburtstag organizieren musste. In den letzten 28 Jahren, entweder ich habe keine Party gehabt, oder es war ein Überraschungsparty (so ich sollte nichts machen, nur überrascht sein!), oder meine Mutter hat alles geplant und gemacht - und wenn meine Mutter das gemacht hat, war alles immer perfekt. Wie es sein soll. Aber jetzt fande ich mich in Deutschland, allein, und verletzt.

Ja- ich bin in Deutschland... aber eigentlich NICHT allein. Das merkte ich, während mein Geburtstagsfeier. Und jetzt (mit einem kleinem Kater, der nicht "MIAU" macht...), wenn ich mich erinnere, dass mein armer Finger verletzt ist - und glaub mit, ich erinnere mich jede zweite Sekunde - ich erinnere mich auch, an wie viel Spaß ich gestern gehabt habe.

Also, ich denke, "Mein Finger tut weh!" Aber ich hatte mit meinen Freundinnen von Uni ein leckeres Mittagsessen gegessen.


OMG, mein Finger tut weh! Aber ich habe ein schöner Kuchen gebacken!


Oh, nein, mein Finger tut weh! Aber jetzt habe ich etwas, das "MIAU" macht!


Arme arme Natalya, mit einem verletzen Finger. Aber meine Freunden/Innen waren bei mir! Und, was am besten ist, sie haben in viele Sprachen für mich gesungen! Polnish, Ukrainish, Russisch, "Australianisch", auch auf "normal" Englisch, Deutsch, und Spanisch aus Venezuela, aus Kolumbien und aus Mexiko. Ich bin soooo international!









Ja, mein Finger tut wirklich weh. Ich habe ein süßer Pflaster (Winnie-the-Pooh, und er isst ein Eis!). Und jedes Mal, dass ich mein Pflaster sehe, erinnere ich mich, an wie viel ich gestern gelacht habe.

















Ich freue mich, dass mein Finger weh tut. Ich freue mich, dass ich eine sehr starke Erinnerung habe. Aber vor allem freue ich mich, weil ich sehr gute Freunde UND SEHR GUTE FREUNDINNEN habe.

Danke danke danke - besonders DANKE für meine Geschenke!

Schön, dass ihr da wart :-)



Happy birthday to me!
¡Feliz cumpleaños a mi!
Alles Liebe und alles Gute zu meinem Geburtstag!

Montag, 4. Juli 2011

Nicht alles ist übersetztbar

Man weiß, dass man eine neue Sprache richtig spricht, wenn man in normalen Situationen sprechen kann (nicht nur während des Unterrichts). Ich versuche das zu machen - und manchmal schaffe ich es. Aber ich mache große, GROßE Fehler, wenn ich zu viel spreche...

Ich habe mit deutsche Freunde gesprochen (das ist vor einen paar Wochen passiert) und ich sagte, "wenn die Fliegen, dann wurde ich euch anrufen." Auf Spanisch das ist aber sinnvoll! Leider nicht auf Detusch... Eigentlich wollte ich sagen, "falls etwas passiert, dann wurde ich euch anrufen".

Als unser mexikaner Freund in Deutschland gewohnt hat, habe ich ihn einmal gesagt, dass er sollte die Hunde an eine Frau los lassen. Ich habe das auf Deutsch gesagt und leider hat Fede mich aber nicht verstanden. Dann habe ich es auf Spanisch gesagt, ¡échale los perros a esa vieja!, aber wahrscheinlich sprechen wir unterschiedliche spanische Sprachen. Eigentlich wollte ich sagen, du sollst mit diese Frau kokettieren oder flirten - endlich hat er mich verstanden! Danach ist die Hühnchen Situation passiert:


(Ich brauche nicht mehr zu sagen, oder?)

Einmal, als ich zu Hause gekommen war, Honey fragte, wie meine Prüfung war. Ich sagte, (ich weiß nicht warum, aber auf Deutsch) dass es war nicht wie Hunde im Kirche, aber auch nicht gut. Er sollte ein paar Minuten überlegen, nachdenken, beabsichtigen... und danach hat er das auf Spanisch übersetzt und lachte er. Natürlich hat er verstanden, das was ich sagen wollte: es war nicht schlecht, aber auch nicht gut.

Und als letztes... eine Freundin von mir hat mich eingeladen, um mit ihr und ihre Freundinnen zu feiern. Ich hatte Angst, weil alle Deutsche sind. Und sie sprechen nur Deutsch. Perfekt Deutsch... Ich wollte gehen - ich meine, ich möchte gehen! Aber ich fürchte mich, weil ich wie eine Fliege in Milch fühlen werde... Verstehest du mich? Ich werde eine Ente. Ich werde ein Frosch. Nein? Noch nicht verstanden? Das alle bedeutet, dass ich werde nicht angenehm fühlen; dass ich fühle, dass ich gehöre nicht zu dieser Gruppe. Aber das Problem bin ich! Nicht die netten deutschen Frauen!

Am Ende, ich habe gelernt, dass nicht alles übersetztbar ist.

Donnerstag, 30. Juni 2011

Unseres Drogen-Problem, Ihres Nazi-Problem

Heute hatten wir eine schlechte Erfahrung. Weil wir Ausländer sind, wir waren nicht sicher, wie wir es handeln sollten. Deswegen schreibe ich es jetzt, da Euch vielleicht etwas (für möglichen zukünftigen Situationen) empfehlen könnt.

Honey fährt mit seinem Motorrad jeden Tag. Um nach Hause zu fahren, muss er über Gablenzbrücke fahren. Seit ein paar Wochen, gibt es in der Gablenzbrücke etwas wie einen Polizei-Checkpoint. Honey hat die "unglück", schon zweimal Kontrolliert zu werden. Das erste Mal gab es gar kein Problem: Ausweis und Führerschein zeigen und dann weiter fahren. Heute war es leider nicht so.

Honey's Ausweis sagt, dass er in Kolumbien geboren ist. Er ist eine von diesen [glücklichen] Leute, die zwei Staatsangehörigkeit hat: deutsche und kolumbianische. Der Polizist hat das gemerkt, und fragte, "Aus Kolumbien, ne?" Honey lächelt und sagt, "Ja, in Kolumbien geboren." Der Polizist sagt dann, zu seinem Kollegen, "Hey, guck mal, ein Kolumbianer! Vielleicht hat er Drogen!" Honey hat nicht gelächelt, weil es überhaupt nicht lustig war; aber er hat sehr höflich gesagt, "Sie dürfen mich durchsuchen und auch mein Motorrad. Ich habe keine Drogen." Der Polizist lacht und nochmal sagt, "Ah, Achtung, Achtung! Hier gibt es ein Kolumbianer mit Drogen!" Die andere Polizisten haben auch gelacht, und Honey - sehr seriös - sagt, "Bitte, durchsuchen Sie mich. Ich habe keine Drogen." Der Polizist hat den gelächelt, und sagt, "Du musst der einzige Kolumbianer ohne Drogen sein. Fahr weiter."

Was sollte Honey machen? Ich meine, na ja, es ist eigentlich war, dass wir einen großes Drogen-Problem hatten; aber auch eigentlich (1) es waren die Amerikaner und die Europäer, die unseren Drogen gekauft haben; und (2) heutzutage ist Mexiko der größte Drogen-Verkäufer. Und Kolumbianer sind kein Mexikaner.

Es ist nicht höflich, aber auch nicht fair, dass dieser Polizist das gesagt hat. In unsere Meinung, dass was genau so unhöflich, als wenn wir zu einem Deutsch sagten, "Guck mal, es gibt hier ein Nazi!" Das ist ein schlechter Teil von Eure geschichte - aber wir wissen, wir verstehen, dass nicht alle Deutschen, Nazi sind.

Heute waren wir diskriminiert. Mein erstes Mal in Europa, diskriminiert zu sein. Wir waren diskriminiert, weil jemand ergreifen hat, dass nur weil wir Kolumbianer sind, haben wir Drogen. Aber wir waren auch diskriminiert, weil wir können nicht mit einem Polizisten diskutieren: Er hat die Autorität, um uns ins Gefängnis zu stecken. Es gab keine Gleichheit in diese Situation.

Was würdest Du machen, wenn Du in Ausland bist un einen Polizisten sagt, dass Du ein Nazi bist, nur weil Du  Deutsche bist? Was ist deiner Meinung nach, das was wir gemacht haben sollen?

Sonntag, 26. Juni 2011

Meine erste Kieler Woche

Dieses Jahr war mein erstes Mal in der Kieler Woche. Es war eigentlich interessant - aber ich schäme mich, weil ich keine Segelboote gesehen habe. Ich meine, natürlich habe ich viele Segelboote an der Kieler Fjörde "geparkt" gesehen, aber ich habe nicht ein Segelboot besucht. Das darf man machen, oder? Ich war noch  niemals in ein Segelboot, und ich denke es wäre eine wunderbare Erfahrung gewesen. Leider habe ich nur Piñas Coladas genossen... Ich habe keine Gespräche besucht, ich habe nicht an intellektuelle Sachen teilgenommen. Leider war ich nur spazierengegangen, ich habe nur das "schöne Deutsche-Sommer-Wetter" genossen. Ah, es war überwältigend!


Es war kalt, ja. Aber nach fast 10 Monaten in Norddeutschland, ich kann einer kuhler Wind genießen. Und ich hatte mich nur eine Jacke angezogen! Ich bin so stolz auf mich.





Wir hatten viel Glück: Wir fanden eine Kolumbianiche Bühne! Es gab Musik nicht nur aus Barranquilla, sondern auch aus andere Städte in Kolumbien. Es war mir so peinlich: Honey sagte, dass wir tanzen müssten. "Ok," dachte ich, "nicht müssen, aber es wäre eigentlich viel Spaß, ein bisschen zu tanzen!" Und so haben wir getanzt. Es was so schön! Als das Leid beendet hatte, habe ich hingeguckt: wir hatten Publikum! OMG! Nein! Weißt du was? (Und das hier ist ein echtes, sehr großes Geheimnis!!) Ich kann nicht tanzen. Ich  meine, na ja, ich kann mich bewegen, ich kann meine Hüften schwingen... aber wirklich tanzen? Wie profis? Oder wie normale Leute in mein Heimatland? Nein... das kann ich leider nicht... Aber es sieht so aus, dass die Deutsche denken ich bin die beste Tanzerin der Welt. Ha ha!


Später am Abend, wir haben uns zufällig mit Nicole getroffen. (Ich war nicht mehr da... aber Honey war da!) Der Kieler Woche war auch eine sehr gute Ausrede, um uns mit verschiedenen FreundeInnen zu treffen.

Kateryna, aus der Ukraine, und Romina, aus Albanien

Tatiana und Veronica kommen aus Kolumbien; zur Zeit wohnt Tatiana in Hamburg und Veronica in Nürnberg.



Obwohl es war viel, viel Spaß, ich muss eigentlich sagen, dass ich freue mich, dass der Kieler Woche nur einmal pro Jahr ist. OMG, ich könnte NICHT so oft, zu viele Leute in so eine klein Stadt haben. Drei Millionen Besucher. So habe ich gelesen. Wow.

Aber es war gut für eine erste Erfahrung. Jetzt weiß ich bescheid, was ich für nächstes Jahr erwarten kann.

Mittwoch, 1. Juni 2011

Ich soll das wissen können

Es gibt solche sachen auf Deutsch, die übersetzt auf Spanisch sind aber nicht höfflich. Ich muss sehr stark versuchen, diese Wörtern nich auf Spanisch zu übersetzen... aber das schaffe ich nicht oft.

Wenn ein Deutsch sagt, "doch!", für mich es bedeutet, "Ach, Natalya, das ist aber selbtsverständlich!" Na ja, ok, ich wieß nicht alles auf Deutsch. Eigentlich weiß ich aber wenig auf Deutsch. Deswegen beleidige ich mich nicht zu viel, wenn ein Deutsch das sagt. Aber... es gibt etwas besonderes mit Ausländer: wenn ein Ausläder dieses gleiches "doch!" sagt, für mich es bedeutet, "Was für ein Idiot bist du, Natalya! Du sollst das wissen können!" Ich hasse es, wirklich. Ich finde es aber so unhöfflich und so hässlich und schrecklich und stark.

Dann gibt es noch etwas: "ja ja". Honey hat mir schon erzählt, dass für die Deutschen, diese "ja ja" steht für etwas sehr, sehr unhöfflich; man soll lieber "Jawohl" sagen. Ist das richtig? Ich weiß nicht, ob das höfflich oder unhöfflich ist; das ist eigentlich mir egal. Mein Problem ist die Übersetzung: diese "ja ja" ("sí sí") für mich bedeutet, "Ach, Natalya, du verschwindest mein Zeit mit deinen total unwichtigen und unnötigen Meinungen. Bitte, halt die Klappe und lass mich wieder weiter sprechen. Kannst du das machen? Du sollst das machen können." OMG. Ich kann nicht erklären, wie viel Ärger ich kriege wenn jemand sagt mir, "ja ja"... Drei "ja" sind nicht so schlecht - aber zwei, nur diese zwei... (ich habe gerade Ärger gekriegt.)

Es gibt auch Wörtern, die mich nicht ärgern, aber die ich kann nicht (und auch nicht richtig) benutzen: nun, bloß, mal, denn. Auf Spanisch nennen wir diese Wörtern "palabras baul" (etwas wie "Kofferwörtern"), weil sie eigentlich keine Grammatikalische bedeutung in der Satz haben. Aber warum brauchen wir sie? Was soll den das?


Schriftlich, finde ich, dass die deutsche Sprache ist aber wunderschön. Die Syntax ist überwähltigend. Meine neue Theorie ist, dass nur besonders intelligenten Leute können (richtig) Deutsch sprechen. Ich freue mich, dass ich diese Sprache lernen kann. Oder, lernen muss? Eigentlich soll ich das wissen können.